Der Vorstand der TG Niedernhausen hatte für den vergangenen Samstag zu den ersten Frühjahrsarbeiten auf den eigenen Sportplatz gerufen. Und nahezu 25 Helfer und Helferinnen sind gekommen. Es war ja auch viel zu tun. Nach der Sanierung des Daches der Gebr. Bund Halle, die mit einer großzügigen Spende unterstützt wurde und der Umstellung der Heizung von Öl auf eine Wärmepumpe, war nun das vereinseigene Sportgelände „dran“. Auf die 185 Meter lange Rundbahn rund um den Innenraum musste mit einem Ziegelmehl-Gemisch aufgebracht werden. Da traf es sich gut, dass der heimische Tennis Club einen Vorrat von ca. 16 m3 von diesem Material zur Verfügung stellen konnte. Es sei hier auch daran erinnert, dass die TG Niedernhausen in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiern kann. Eigentlich mehr könnte, weil es die derzeitige Belastung durch die Pandemie gibt, die eigentlich angebrachte Feiern nicht zulässt und eine Verschiebung zwingend notwendig macht.

Bei den anstehenden Arbeiten mussten zunächst, so schildert es der 2. Vorsitzende Dennis Eulig, den besonderen Umständen der derzeit gültigen Einschränkungen an persönlichen Kontakten Genüge getan werden. Mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept, das verteilte Einzelarbeit und ernannte 2er-Temas vorsah und Test´s - gesponsert von der Theißtal Apotheke - vor dem Beginn der Arbeiten sowie einer Kontaktliste war gewährleistet, dass niemand „zu Schaden“ kam. Ziel sei es, so Dennis Eulig weiter, den Platz so herzurichten, sodass künftig die Pflegearbeiten für den Sportplatz geringer ausfallen werden. Denn die jährlichen Arbeiten sind immer mit einem hohen personellen Aufwand verbunden. Die ja von den Mitgliedern in Eigenarbeit geleistet werden müssen. Und weiter, ohne eine großzügige Förderung von eingehenden Spenden, sei die Sportplatzsanierung nur schwer zu stemmen. Denn neben der Laufbahn muss als Nächstes die Weitsprunggrube mit dem Sprungbalken erneuert werden. Die Grünarbeiten an dem Bewuchs mit einem Rückschnitt stehen an und der Rasen in der Platzmitte werde künftig mit Mulch und Nachsaat, wo notwendig, saniert.

Zunächst aber musste die eingefasste Laufbahn vom Bewuchs - in der schon erwähnten verteilten Einzelarbeit - befreit werden. Dann wurde das Ziegelmehl mit Schubkarren nach und nach aufgebracht, mit einem Traktor und einem angehängten und selbst angefertigten Planierbrett etwa 2 cm hoch verteilt und nivelliert. Eingeschlemmt und mit einer Walze verfestigt, soll der neue Belag den Anforderungen der Läufer - die Leichtathletik-Abteilung der TG ist, wie wir mehrfach berichtet hatten, sehr erfolgreich - genügen.

Der Vorstand ist zuversichtlich, dass bei dem hohen Engagement der Vereinsaktiven mit 2 bis 3 weiteren Terminen die Ziele der diesjährigen Platzsanierung erreicht werden. Und mit seinen „Ergebnissen“ dann an einen wieder normalen Sportbetrieb im Freien übergeben werden kann.

Eberhard Heyne

Ziegelmehl ist das Material der Wahl für die Laufbahnoberfläche

Eine gleichmäßige Verteilung und Verfestigung ist unerlässlich