„Einfach Spitze“ im Breitensport

Kein Hochleistungssport sondern Aktive, die mit Leidenschaft ihrem Hobby „Sport“ nachgehen, sind diejenigen, die das Deutsche Sportabzeichen - zum Teil schon seit vielen Jahren - in Vereinen und Schulen erwerben, lobte Helmut Heisen aus dem Sportkreis Rheingau Taunus die Sportler in den Vereinen. Ohne die ehrenamtlichen Prüfer/innen, die das Abzeichen nach Training und Prüfung als Nachweis sportlicher Werte abnehmen, ginge das aber nicht, fügte er in seiner Begrüßung der Teilnehmer im Sportabzeichenwettbewerb des Rheingau Taunus Kreises hinzu. In den Jahren 2019 bis 2021 sei ja diese Ehrung wegen der Einschränkungen der Pandemie nicht erfolgt, sodass dies nun nachgeholt werde. Außerdem freue er sich, dass, so hofft Helmut Heisen, dass Training und der Beginn zum Erwerb des Sportabzeichens nach den Osterferien wieder beginnen könne.

Das Deutsche Sportabzeichen, so Landrat Frank Kilian, sei immer noch „etwas Besonderes und attraktiv“. Gesundheit, Beweglichkeit und Ertüchtigung werde schon erreicht durch sportliches „schnell, hoch und weit“ und nicht allein durch Spitzenwerte. Durch die Umstände in den beiden letzten Jahren habe sich auch in der Ausübung von Sport viel verändert und das bemerke er auch im Rückgang der Zahl an verliehenen Sportabzeichen. So habe sich die Zahl der abgenommenen Sportabzeichen vom Jahre 2018 mit 2.111, in 2019 von 1572 Abzeichen auf 838 in 2020 und 631 in 2021 vermindert. Er hoffe aber, dass sich dies in einer Trendumkehr ändern wird, wenn sich künftig die Rahmenbedingungen verbessern und zu einem mehr unbeschwerteren Sport führen wird. Dabei würde auch viel von der so wichtigen ehrenamtlichen Arbeit der Prüfer und Prüferinnen abhängen, betonte der Landrat und dankte ausdrücklich für deren Engagement. Immerhin gebe es im Kreis 270 Sport treibende Vereine, die sich für eine sportliche Gemeinschaft und körperliche Fitness ihrer Mitglieder einsetzen.

Mit einer Urkunde und einem Umschlag für die Vereine konnten aus Niedernhausen - gestaffelt nach der Anzahl der Mitglieder - für das Jahr 2019 die TG Niedernhausen mit 143 Abzeichen auf dem 1. Platz, der TuS Königshofen mit 54 Abzeichen ebenfalls auf dem 1. Platz und der TSV Engenhahn mit 18 Sportabzeichen auf dem 2. Platz ausgezeichnet werden. Die Theißtalschule erreichte mit 110 Abzeichen den 2. Platz. Im Jahre 2020 legten bei der TG Niedernhausen 129 Sportler (1. Platz), bei dem TuS Königshofen mit 30 (1. Platz) und beim TSV Engenhahn mit 26 Sportlern (2.Platz) das Sportabzeichen ab. Ähnlich waren die sportlichen Aktivitäten im Jahre 2021. Es belegten die TG Niedernhausen mit 122 Abzeichen den 1. Platz, der TSV Engenhahn mit 42 Abzeichen ebenfalls den 1. Platz und der TuS Königshofen mit 39 Sportabzeichen den 2. Platz.

Auf relativ wenigen „sportlichen“ Schultern verteilten sich Training und die Abnahme in den Einzelprüfungen in den Vereinen. So wurde Pia Helm-Georg vom TSV Engenhahn für die Abnahme von 100 Prüfungen in 2019 (3. Platz), in 2020 mit 96 (5. Platz) und in 2021 mit 104 Abnahmen (7. Platz) der Einzelprüfungen geehrt. Monika Hüttel von der TG Niedernhausen hatte im Jahre 2020 an Einzelprüfungen 236 (2. Platz) und in 2021 mit bemerkenswerten 488 Prüfungen den 1. Platz belegen können. Bei der TuS Königshofen nahmen Silke Deuker in 2019 die Zahl von 98 Prüfungen (4. Platz) und Anja Rodius 62 Prüfungen (8. Platz) ab. Im Jahr 2021 waren es für Silke Deuker 104 Einzelprüfungen, die den Platz 6 bedeuteten.

Hans Rodius, Sportdezernent des RTK fand für die Arbeit der Prüfer und Prüferinnen für das Deutsche Sportabzeichen besonders lobende Worte und dankte ihnen für ihre so wichtige Arbeit im Breitensport der Vereine.

Eberhard Heyne

Auszeichnung und Ehrung der Prüferinnen in den Vereinen durch Helmut Heisen (Sportkreis) links und Landrat Frank Kilian (rechts) für Anja Rodius und Silke Deuker, TuS Königshofen, Pia Helm-Georg, TSV Engenhahn und Monika Hüttel von der TG Niedernhausen